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14. Oktober 2012

Sonntagsfrühstück

Was einen Wochenende (fast) perfekt macht? Ein ausgedehntes Sonntagsfrühstück! Oder auch ein Sonntagsbrunch. Egal wie, frische Brötchen, Käse und ein perfekter Cappuccino mit starkem Espresso und richtig geschäumter Milch gehören für mich definitiv dazu!
Wahlweise noch Rührei - am liebsten mit Tomaten, Naturjoghurt mit frischen Obst, Orangensaft, Nutella, und zur Krönung ein Glas Sekt (okay ich gebe zu, das ist schon die etwas exklusivere Variante... )!

Ich liebe es, Besuch am Sonntag Morgen mit einem tollen Frühstück zu verwöhnen. Um dann gemeinsam entspannt in den Tag zu starten, zu plaudern und zu sehen was der Tag wohl bringen mag. Wenn man dann vom Frühstückstisch aufsteht, ist es gern schon mal Mittagszeit. Aber dann kann es so richtig losgehen!

Frühstücksgewohnheiten sind ja doch sehr verschieden. Interessant war daher auch das Frühstück in Stockholm, was meist aus einem sehr gesunden, kleinen Roggenbrötchen bestand, belegt mit Parma-Schinken, Käse und halbgetrockneten Tomaten (oder manchmal auch nur mit Käse), Kaffee oder Tee und meist noch einem kleinen Naturjoghurt mit Obst. Sehr lecker und doch recht gesund! Hunger hatten wir meist erst wieder am Nachmittag...
Eine andere Art Frühstück kenne ich aus USA. Eier mit Speck und angebratenen Kartoffel-Stückchen, oder ein Breakfast-Burrito, also ein eher mexikanisch angehauchtes Frühstück. Dazu gab es meist normalen Filterkaffee.
Überhaupt... bei Kaffee oder Tee gehen die Meinungen ja oft auseinander. Ich liebe die italienischen Kaffee-Spezialitäten. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal.
Ich werde mir jetzt einen Cappuccino zubereiten und mich auf den nächsten Sonntag freuen :)

Frühstück in Stockholm

 Petite France, Stockholm
http://www.petitefrance.se

Caffe Ugo, Stockholm
http://www.caffeugo.se

italienisches Frühstück, Venedig

der perfekte Cappuccino in Venedig

Breakfast@Home

29. September 2012

Die Weite des Himmels...

Der Himmel ist etwas, was mich schon seit langem fasziniert. Ich kann gar nicht genau sagen, seit wann. Ich erinnere mich jedoch, wie ich als Kind auf dem Garagendach saß, meinem Papa bei Dacharbeiten zusah und immer wieder den Blick 'gen Himmel schweifen ließ. Dort oben auf dem Dach war man der Faszination Himmel ein Stück näher. Die 20 Sprossen der großen Leiter (als Kind kam mir diese auch noch viel größer vor) machten doch einen beeindruckenden Unterschied!

Gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen hat mich die Begeisterung jedoch seit meinem Aufenthalt im Westen der USA. Für mich damals nur Schlagworte, die undendliche Weite, wurden plötzlich Wirklichkeit. Bereits in der Stadt fühlt man den Unterschied, sieht ihn. Und dann unternehmen wir Ausflüge in die Wüste Arizonas, die weite Steppe. Stundenlange Autofahrten Richtung Grand Canyon oder dem Mogollon Rim, die weite Strecken über die Hochplateaus der Gegend führten. Und dort, auf dem platten Rücken der Anden-Ausläufer fühlte ich es zum ersten Mal: diese Gefühl, dem Himmel etwas näher zu sein und die unendliche Weite des Horizonts zu begreifen. Bezaubernd!
Dort, auf den Überland-Straßen die rechts und links von kleinen Büschen und Sträuchern gesäumt sind, begegnet man manchmal stundenlang keinem Menschen. Inmitten dieser faszinierenden Landschaft, überspannt von einem tiefblauen Himmel der mit kleinen weissen Wölkchen übersät war, fühlten wir uns plötzlich ganz klein und unbedeutend. Zu wuchtig war der Eindruck der Weite und Größe des Landes. Die Amerikaner haben ein schönes Wort, welches sich nicht so schön ins Deutsche übersetzen läßt: "humbled" bedeuted demütig, geerdet. Und ich glaube, humbled beschreibt es ganz gut! Mir wurde klar, was Biker daran fanden, tagelang durch die Prärie zu fahren - dort konnte ich mir plötzlich vorstellen, es ihnen gleich zu tun.

Zurück in Deutschland findet man diesen Himmel nicht. Der Horizont wird häufig von Gebäuden, Strommaste, Wäldern und Feldern durchbrochen. Und dort wo man inmitten der Natur ist, sieht man häufig Berge am Horizont. Oder das Meer. Es ist einfach anders.

Während meines Schweden-Aufenthaltes fühlte ich mich jedoch wieder daran erinnert. An die Faszination des Himmels. Mit all seinen Farben und Färbungen - als wir bei Sonnenuntergang dem Flughafen entgegenfuhren. Wo die Weite der Wälder und Lanschaft zu beiden Seiten der Strasse fast übergangslos in der Weite des Himmels weitergeführt wurde. Vielleicht lag es am besonderen Blau, oder den kleinen Wölken, die vom Rot der untergehenden Sonne eingefärbt wurden. Es hat mich jedenfalls daran erinnert wie gern ich "da hoch" schaue, und mich in Tagträumen verstricke...

Anbei einige Bilder der Weite Arizonas:






unendliche Weite...

postkartenschön



ein Gewitter zog auf
 



26. September 2012

Hej hej!

Für alle die nicht Stammkunden beim großen Möbelhaus mit den vier blauen Buchstaben sind: das ist Schwedisch für Hallo!
Die letzten Tage habe ich mich hier etwas rar gemacht. Der Grund dafür: Ich war auf Kurzurlaub in Schweden's wunderschönen Hauptstadt Stockholm! 
(Für die, die hier verzweifelt immer wieder reingeschaut haben noch ein kleiner Tipp: Auf der rechten Seite könnt ihr eure email adresse eintragen und den Blog abonnieren. Dann bekommt ihr automatisch eine email wenn ein neuer Blog-Eintrag hier auftaucht!)



Und wenn ihr noch nicht in Stockholm wart: ich kann es nur empfehlen!

September scheint die perfekte Jahreszeit zu sein - es ist noch nicht Wintersaison, aber die Sommersaison ist definitiv beendet und es ist recht ruhig in der Stadt; das Wetter sonnig (nur einmal hatten wir Regen), etwas kühler - die perfekte Einstimmung auf den Herbst in Deutschland! Plötzlich fühlte sich der deutsche Herbst wärmer an, und nach einigen Tagen mit dem Fahrrad bei Wind & Wetter draussen machte mir das bißchen Regen hier gar nichts mehr aus!
Die Kombination aus kleinen Parks mitten in der City, den vielen kleinen Inseln die fast majestätisch aneinander grenzen, das kühle blau-grau welches zur Dämmerung über dem Wasser liegt und die so schön klingende Sprache der Schweden in den kleinen Straßencafés macht die Statdt zu etwas ganz besonderem. Ein bißchen wie Inga Lindström und Wir Kinder aus Bullerbü, Fernweh, Meer und Großstadt-Getummel, Stadt und Land, Inseln und Park, kleine Holzboote und größe Paläste. Und dennoch nicht gegensätzlich sondern sich ergänzend. Einfach toll!

Um die Stadt, die sich auf mehreren Inseln befindet zu erkunden, haben die Schweden neben Metro, Autos, Bahnen und Bussen Citybikes angeschafft. Kleine, robuste Stadtfahrräder, die man an vielen Stationen über die ganze Stadt verteilt ausleihen kann, und die einen wunderbar von Insel zu Insel bringen. Immer am Wasser entlang entgeht man außerdem den recht anstrengenden steilen Anstiegen auf dem Inneren der Inseln und kommt gleicheitig in den Genuß der Waterfront-Views.

So ein Kurzurlaub gepaart mit dem Frischluft-Kick auf dem Fahrrad ist ein Glücksfaktor, der sicherlich noch einige Tage anhält. Ich denke seit meiner Rückkehr noch jeden Tag daran, was nicht nur daran liegt daß ich am Fotobuch bastle, sondern auch daran, daß mich die Stadt wirklich beeindruckt und gleichzeitig der Citytrip so entspannt hat. Was ja nun auch nicht immer der Fall sein muß: Ich war auf City-Trips, die wirklich anstrengend waren. Schön, aber dennoch hetzte man von Tag zu Tag durch Museen und andere Sehenswürdigkeiten, immer auf der Suche nach dem nächsten Schnappschuß oder einer weiteren Attraktion.
Dieses Mal war daher die perfekte Synthese aus Erleben, Entdecken und Entspannen. Und Stockholm bietet dafür alles, was ich brauchte! Die nächsten Einträge im Glücksbüchlein sind also klar: Erinnerung an Stockholm, Stockholm-Fotos...

In diesem Sinne:
Hej do!